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Zum Thema Roosa Master
Einspritzpumpen
von Toralf Weber,
Königsfeld in Sachsen
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Es ist Amerika 1953, bei John Deere
werden zu der Zeit die „numbered Series“ mit den Modellen 40 bis 80
gebaut. Und immer noch mit dem legendären liegendem Zweizylinder.
Das
Management hatte aber zu dieser Zeit schon erkannt, dass für die
Zukunft eine Abkehr von diesem Prinzip notwendig wird und beauftragte
die Konstrukteure mit der Entwicklung einer neuen Traktorengeneration,
die in allen Parametern dem neuesten Stand der Technik entsprechen
sollte. Es kamen neue moderne Mehrzylinder-Motoren zum Einsatz in
Verbindung mit völlig neuartigen Getrieben und einer völlig
neuen
Hydraulik.
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Parallel
dazu
sollte
man
wissen,
dass
bereits
1947 ein Mann Namens Vernon D. Roosa damit begonnen
hatte Einspritzpumpen für Dieselmotoren zu entwickeln, die, im
Gegensatz zur Reiheneinspritzpumpe, einfacher und kompakter sein
sollten. 1952 war die erste Verteilereinspritzpumpe Typ „A“
produktionsreif.
Die Herstellungskosten waren gering,
die Pumpe war unkompliziert und kompakt und sie entsprach den
Anforderungen ihrer Zeit.
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All
das
hat
sicherlich
die
John Deere
Konstrukteure dazu bewegt, die Roosa Master Pumpen in ihre neuen
Schlepper zu verbauen. Bis dahin wurde von Roosa die Pumpe über
das
Modell „B“ zum Modell „D“ und schließlich 1958 zum Modell
„DB“ weiterentwickelt, welches dann als Vier- und
Sechzylindermodell in den Traktoren der „New Generation“ zum
Einsatz kam. Aber auch durchaus in Modellen der Konkurrenz.
Interessant ist auch, dass die Pumpen in horizontaler und vertikaler
Lage montiert werden könnens was im Amerika der 60er die
Möglichkeit
ergab, die Pumpe mit geringen Änderungen auf den Sockel des
Zündverteilers bei Benzinmotoren zu setzen. |
| Für
die
damaligen
Motorenhersteller
eine
preiswerte
und flexible Möglichkeit, den
selben Grundmotor mit verschiedenen Betriebsstoffen zu fahren. In
Deutschland völlig uninteressant. Es gab in den 60er Jahren kaum
einen amerikanischen Schlepper, der nicht mit einer Roosa Master Pumpe
ausgestattet war. |
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Nun zu unseren Modellen:
Mit der Einführung der Schlepper mit
Zukunft wurde in Mannheim der gleiche Weg gegangen, der in
Amerika
notwendig war wenn ein Farmer einen Diesel haben wollte. Es wurde der
Benzinmotor des 1010 für den 300/500er und später für
den 700er
der des 2010 auf Diesel umgestrickt. Die Beschickung mit Diesel
erfolgte aber, aufgrund der Entwicklungsarbeit von Mannheim, mit
deutschen Bosch Pumpen.
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| In der 10er Serie, die dann mit den
neuen Motoren ausgestattet waren, wurden sicher auch im Zuge der
Straffung der Entwicklungsorganisation, die Drei- und Vierzylinder
Pumpen von Roosa Master, Roto-Diesel aber auch (ich glaube beim 710)
Reihenpumpen von Bosch. (da kann mich Michel ja gern verbessern). |
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Und
nun
zum
Problem (oder auch nicht):
Da die Pumpen aufgrund ihrer
Konstruktion mit nur einem drehenden Rotor, der die drei oder vier
Zylinder beschickt, sehr filigran gearbeitet sind, haben sie eine
höhere Anfälligkeit gegen jedwede Art von Verunreinigungen im
Kraftstoff bzw. mit der Qualität desselben.
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Wenn
man
sich
nun wieder in die 60er
Jahre zurück versetzt und bedenkt, dass die Kundschaft von den
neuen Johnny's
schon aus alten Lanz'ern bestand, so sollte man hier die
Kraftstoffunempfindlichkeit des Lanz hervorheben. Da konnte man nun
mal reinkippen was da war und der hat es gefressen. Nicht jeder
Landwirt hat mit dem Kauf eines neuen Schleppers seine Gewohnheiten
geändert.
Wir drehen die Zeitspirale weiter, der
10er ist zum Zweit- oder Drittschlepper degradiert, und die Wartung
wird dementsprechend vernachlässigt. Da wird schon mal Heizöl
getankt oder, zumindest im letzten Jahrzehnt, die Wunderwaffe
Biodiesel,
die uns ja angeblich vor dem Klimaumschwung rettet. All das
verträgt eine Roosa
Master aus den 60ern überhaupt nicht. |
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Es wird aber viel zu wenig auf die
Pumpen hingewiesen,
die nach den vielen Jahren, bei
ordentlicher Behandlung, noch treu
ihren Dienst tun.
Wenn sie denn aufgeben, so ist
meist der
Rotor verschlissen, so das nicht mehr genügend Druck aufgebaut
wird,
was einer Neuanschaffung gleich kommt.
Es lässt sich
aber durchaus ein kompetenter und
williger Boschdienst finden und beauftragen, der die Pumpen repariert -
aufgrund der Kom- plexität dieser Pumpenart aber nie eine
preiswerte
Geschichte.
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Quellen: Don Macmillian JD Die
Geschichte des größten Traktorenherstellers der Welt
The american Society of
Mechanical Engineers: Rotary Distributor Diesel Fuel Injektion Pump |
Hilfe
bei
Problemen mit der Roosa Master gibt es u.a. hier: 
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